Enigma
Enigma - Das Geheimnis
In dem Film geht es hauptsächlich um die Entzifferung der Funksprüche von deutschen U-Boote durch die Engländer in Bletchey Park im Zweiten Weltkrieg. Die Funksprüche wurden von der Enigma-Maschine verschlüsselt.
Tom Jericho (Dougray Scott), ein Mathematiker, kommt nach Bletchley Park zurück. Er hat einen grossen Anteil an der aller ersten Entzifferung des Verschlüsselungsverfahrens Shark gehabt. Dieses wurde von den Deutschen verwendet. Zuvor wurde er wegen Erschöpfung entlassen. Tom erklärt den Offizieren, wie die Enigma I funktioniert. Die Erklärungsweise ist für den Zuschauer auch sehr interessant, denn jetzt weiss er auch, wie diese Maschine funktionierte. Zitat aus dem Film: „Das Problem ist, dass die Maschine 150 Millionen Millionen Millionen Möglichkeiten hat.“ Ab diesem Moment teilt sich die Handlung des Filmes in zwei Bahnen:
Die Deutschen haben auf ihr Stichwort "Akelei" ihren Wettercode plötzlich geändert, was für die Engländer vollkommen überraschend und unerklärlich ist. Dies hat für die Engländer zur Folge, dass sie die deutschen Funksprüche nicht mehr entschlüsseln können. Somit kennen sie auch nicht mehr deren Position und Pläne. Für die Briten ist das der schlechteste Moment überhaupt. Denn sie erwarten eine überlebenswichtige Lieferung aus den USA, die mit drei Konvois im Moment auf dem Atlantik in Richtung England unterwegs sind. Da die Engländer jetzt nicht mehr wissen, wo sich die deutschen U-Boote befinden, können die Konvois ihnen nicht ausweichen und es könnte passieren, dass sie unter Beschuss geraten und versenkt werden.
Da Akelei nun fehlt, ist die Lage der Briten brenzlig. Tom Jericho hat die Idee, die Meldungen der Standorte, die die deutschen U-Boote regelmässig melden, als neue Entzifferungsmethode auszunutzen. Die Deutschen arbeiten nach der Wolfsrudeltaktik. So meldet das erste U-Boot, welches einen Konvoi entdeckt, dessen Standortdaten an den BdU. Dieser gibt die Position weiteren U-Booten durch und somit kann das "Wolfsrudel" dann gemeinsam angreifen. Natürlich kennen die Engländer ebenfalls die Standorte ihrer Konvois und sie wollen durch diese abgefangenen Funksprüche einen neuen Weg der Entschlüsselung finden.
Die parallele Handlung dreht sich um Claire Romilly (Saffron Burrows), die Ex-Freundin von Tom. Kurz vor seinem Weggang aus Bletchley Park hat sie ihn, ohne Angabe von Gründen, verlassen. Hier wird nun in Zeitraffern die Beziehung von Tom und Claire erzählt. In der Zwischenzeit ist Claire spurlos verschwunden und wird verdächtigt für die Deutschen zu spionieren. Tom bricht in ihr Haus ein und findet ein paar Funksprüche, die aber noch nicht entschlüsselt wurden. Tom versucht mit Hilfe von Hester (Kate Winslet), Claires Freundin, sie zu finden.
In einer späteren Szene entschlüsseln Tom und Hester einen Funkspruch aus dem Osten Deutschlands. Dabei taucht der polnische Name "Kazcor" zunächst unbemerkt auf. Später kommen sie dem Geheimnis auf die Spur.
Laut des britischen Geheimdienstes sollen keine Funksprüche der Wehrmachteinheit in Osteuropa abgefangen und entschlüsselt werden. Als Tom und Hester es schaffen, die bei Claire gefundenen Funksprüche zu entziffern, merken sie, dass diese genau von dieser Einheit stammen. Sie finden heraus, dass sie das Massaker von Katyn, durch die Rote Armee, entschlüsseln. Diese Tatsache muss geheim gehalten werden, da die Aliierten aus dem Westen ein Bündnis mit der Sowjetunion haben. Und dieses darf auf keinen Fall gefährdet werden.
Der Pole Jozef Pukowski (Nikolaj Coster-Waldau), ein Kollege Toms, hatte einen Bruder, der bei diesem Massaker getötet wurde. Durch Claire, mit der er eine Affäre hatte, hat er davon erfahren und wollte zu den Deutschen überlaufen. In der Zwischenzeit denken alle, dass Claire tot ist.
Puck stirbt an der schottischen Küste, als er mit einem U-Boot versenkt wird, dass ihn aufnehmen hätte sollen. Tom und Claire haben sich verliebt und bekommen ein Kind zusammen. Tom sieht Claire eines Tages auf der Strasse, geht aber nicht zu ihr.
Das Ende des Filmes ist jedoch nicht dasselbe, wie es im Roman von Robert Harris zu lesen ist.